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Lange Autofahrten

Ein Tipp zu langen Autofahrten: es gibt am Pacific Highway No 1, der einmal ganz um Australien herumführt, sogenannte fatigue stops, die zu empfehlen sind.  Manchmal sind sie mit einem Info Center kombiniert und bieten neben Kaffee, der umsonst ist, saubere Toiletten, bequeme Sofas, um die müden Beine zu strecken und jede Menge Broschüren zu der Umgebung. Hier kann man auch nach Jobs und Unterkünften fragen.

Sinnvoll sind Karten, mit denen man eine lange Strecke planen kann. Dort sind Tankstellen, fatigue stops, Rastplätze und Entfernungen mit Fahrtzeiten eingetragen.  So hockt man nicht am Ende des Tages müde, mit leerem Bauch und Tank in the middle of nowhere.

Bei Fahrten im nördlichen outback unbedingt die Jahreszeit beachten, die entweder wet – nass oder dry – trocken ist. Viele Strecken sind während des wet unbefahrbar und das für lange Zeit. Muss man durch eine Furt an einem Fluss fahren, achte auf die Anzeige der Wasserhöhe am Straßenrand.

Denk daran, dass dein Fahrzeug quer zur Strömung in die Furt rollt, also dem Druck eine volle Breiseite bietet. Immer wieder werden Leute in ihren Autos fortgespült und können dann irgendwo im Baum übernachten, wenn ihr Fahrzeug sich endlich festgesetzt hat. Lange kann ein Auspuff auch nicht unter Wasser arbeiten. Holt euch Rat und aktuelle Informationen vor Ort, bevor ihr losfahrt. Den berühmten Satz, you can’t get there from here, haben sich schon viele anhören müssen, um dann die 100 km auf geriffelter Schüttelpiste wieder zurück zu brettern, um eine befahrbare, freie Strecke zum Zielort zu finden.

Bei Fahren ins outback unbedingt genug Wasser mitnehmen. Immer wieder fahren Leute unvorbereitet los und geraten in Schwierigkeiten. Neben einem Auto, das wirklich fahrtüchtig ist, empfiehlt sich folgendes:

  • 2x 20 l Kanister Trinkwasser, möglichst aus Metall, da die haltbarer sind und das Wasser schmeckt länger besser.
  • Taschenlampe und Ersatzbatterien, frisch geladen.  
  • Je nach Strecke Kanister mit Sprit fürs Fahrzeug sowie Motorenöl, Bremsflüssigkeit und Getriebeöl. Ein Stück Wasserschlauch für den Kühler ist immer gut zu haben.
  • Wagenheber, check ob der auch tatsächlich funktioniert und unters Auto passt. Manchmal fehlt eine kleine Stange … dann geht’s nicht.
  • Ersatzreifen, heil.
  • Erste Hilfe Kasten, check, ob auch noch alles drin ist und nicht geschmolzen. Auch hier ist Metall besser.
  • Je nach Route, die übliche Camping Ausstattung zum Essen und Schlafen.
  • Warme Sachen, denn nachts wird es kalt. Kälter, als man in Australien erwartet.